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HOME > Bücher > Margaret Wander Bonano: Fremde vom Himmel

Fremde vom Himmel

Margaret Wander Bonano

Margaret Wander Bonano: Fremde vom Himmel - Cover Heyne Margaret Wander Bonano: Fremde vom Himmel - Cover 1987 Margaret Wander Bonano: Fremde vom Himmel - Cover 2006  
Heyne (dt.) 1987 (USA) Pocket Books, 2006

Die Rechte der Buchcover und der Klappentexte liegen beim jeweils angegeben Verlag, eine Verletzung dieses Rechtes ist nicht beabsichtigt.

Originaltitel: Strangers from the Sky
Zeitrahmen/Sternzeit: Mehrere Zeitebenen:
1. Zwischen ersten und zweiten Film
2. Unmittelbar vor der Serie bzw. vor der TOS-Episode Where No Man Has Gone Before (dt.: "Spitze des Eisbergs") mit Rückblenden zur Erde um 2045
Bewertung: * * * * 1/2*
Erscheinungsdatum: USA: 1987 Dt.: 1992 (Heyne)
Ausgaben:
  • Heyne, Softcover, 480 Seiten (dt.)
  • Bertelsmann Club-Ausgabe, Hardcover (dt.)
  • Titan Books, Softcover, 1987, 460 Seiten (USA)
  • Pocket Books, Softcover, 2006 (Neuauflage), 415 Seiten (USA)
Teil einer Reihe: eigentlich nicht - in Deutschland aber brachte Heyne diesen Roman unter der Überschrift "Die Anfänge" heraus, zu der auch "Die erste Mission" von Vonda McIntyre und "Die letzte Grenze" von Diane Carey gehören; inhaltlich besteht aber keinerlei Verbindung zwischen den Romanen

Klappentext:

Im 21. Jahrhundert stranden die ersten Außerirdischen auf der Erde. Zwei Vulkanier überleben die Havarie ihres Raumschiffs und geraten in die Hände des Militärs. Die Menschen sind für die Konfrontation mit einer ihnen überlegenen Zivilisation noch nicht reif. Die Regierung der soeben erst geeinten Erde befürchtet eine Panik unter der Bevölkerung. Um den Frieden nicht zu gefährden, ist man sogar bereit, die Vulkanier "verschwinden" zu lassen.

Die Geschichte der ersten Begegnung zwischen Menschen und Vulkaniern wird zweihundert Jahre später in einem Buch beschrieben. Und dieses Buch treibt Admiral Kirk und seinen ehemaligen Ersten Offizier Spock an den Rand des Wahnsinns. Kirk und Spock haben keine Wahl: sie müssen diesen Alpträumen auf die Spur kommen. Und diese Spur führt sie zurück zu einer Mission aus der Zeit, als Kirk gerade das Kommando über die Enterprise übernommen hatte.

Meinung:

"Fremde vom Himmel" schildert die erste Begegnung der Menschheit mit Vulkaniern. Ausgehend von einer fiktiven Zukunft wird das erste Zusammentreffen der Erdbewohner mit "Aliens" absolut packend und auch realistisch beschrieben, angefangen von den gegensätzlichen Reaktionen bis hin zu militärischer Intervention und der Regenbogenpresse. Inzwischen ist durch "Star Trek - Der Erste Kontakt" auch offiziell geschildert worden, wie dieser Erstkontakt Erde/Vulkan verlief, nur entstand "Fremde vom Himmel" weit früher und ist von daher eine sehr gute - bessere - alternative Version.

Die Autorin verteilt die Geschichte auf mehrere Zeitebenen. Sie beginnt in dem Zeitabschnitt, der zwischen dem ersten und zweiten Film liegt und schreibt ihr Buch selbst in die Geschichte mit hinein, was ein nettes, augenzwinkerndes Detail ist. In dieser Zeitebene schlägt das Buch im Buch große Wellen, da es, paradoxerweise, eine andere Begegnung von Vulkaniern und Menschen darstellt als die offizielle Version der Föderation. Bei Kirk und Spock löst es Reminiszenzen aus, die zunächst als Wahnsinn gedeutet werden, in Wahrheit aber verborgene Erinnerungen darstellen. Gemeinsam schaffen sie es herauszufinden, was seinerzeit wirklich geschah. Damit verlagert sich das Geschehen in die Zeit direkt vor den TOS Pilotfilm "Where No Man Has Gone Before" (dt.: "Spitze des Eisbergs"), in der es zu einem Zeitsprung einiger Crewmitglieder in das 21. Jahrhundert um das Jahr 2045 kommt.

Praktisch alles, was auf der "historischen" Erde geschildert wird, ist absolut packend und perfekt geschrieben. Die reisenden Vulkanier passen optimal in das Bild, das bislang von ihnen gezeichnet wurde und bauen es weiter aus. Auch die Erde, für uns die Zukunft, aus Star Trek-Sicht Vergangenheit, ist sehr realistisch aufgebaut. Neben den Charakteren sind es hauptsächlich zwei Agronomen, die im Mittelpunkt stehen, ebenso die Besatzung eines Schiffes. Die neuen Charaktere sind allesamt wesentlich interessanter als die bekannten, was auch daran liegt, dass durch den gewählten Zeitpunkt vor dem 1. Pilotfilm die Enterprise-Mannschaft noch nicht zusammen gefunden hat. Besonders schade ist in dem Zusammenhang die Tatsache, dass Vonda McIntyres "Erste Mission" ebenfalls negiert wird, weil beide auf der gleichen Wiese - sprich: dem gleichen Zeitabschnitt - grasen. Dadurch wird einmal mehr deutlich, dass die Bücher nettes Beiwerk sind, aber nie Teil einer kontinuierlichen Geschichte oder gar der offiziellen Star Trek Historie. In meinen Augen hat Vonda McIntyre bei der Schilderung der Star Trek-Anfänge einen kaum zu toppenden Meilenstein geschaffen, weshalb auch "Fremde vom Himmel" hier zwangsläufig zurück stecken muss. Dennoch muss in diesem Zusammenhang positiv erwähnt werden, dass einige interessante Personen, die den Pilotfilm seinerzeit nicht überleben durften, hier äußerst lebendig Teil des Geschehens sind, allen voran natürlich Kirks Freund Gary Mitchell und Lee Kelso sowie Dr. Dehner. "Fremde vom Himmel" unterstreicht damit, wie viel Potential hier noch gelegen hätte, wären diese Charaktere Star Trek länger erhalten geblieben.

Alles in allem ist "Fremde vom Himmel" trotzdem ein nahezu perfektes Buch. Eine kleine Abwertung gibt es nur durch den Kniff mit der "Zauberei", der einzige Punkt, der absolut nicht rund ist und ein bisschen Sand ins Getriebe wirft. Die Idee des Mannes, der rückwärts lebt, hat einige kleine Haken, z.B. ist mir nicht ganz klar, wie er sich überhaupt normal mit anderen unterhalten kann, wenn alles immer rückwärts laufen sollte. Die Star Trek-Zeichentrick Serie hat in einer Folge ("The Counter Clock Incident") ein ähnliches Konzept verwendet, wo es ähnliche Probleme verursacht hat.

Ohne in die Wertung mit einzufließen sei noch angemerkt, dass Spocks Abstecher in die Vergangenheit der Erde starke Ähnlichkeit mit den Ereignissen hat, die Barbara Hambly in "Ishmael" schildert. Die Umstände sind ähnlich, auch der jeweilige Ablauf. Vermutlich handelt es sich um einen Zufall, wer beide Bücher kennt, wird allerdings deutliche Parallelen feststellen.

"Fremde vom Himmel" schaffte seinerzeit den Einzug in die "New York Times" Bestsellerliste, was für sich bereits eine - berechtigte - Empfehlung darstellt.