Dämonen
J.M. Dillard
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Klappentext:
Fast vierzig Jahre lang arbeitete eine archäologische Expedition auf Beekmans Planet. Als die ersten Wissenschaftler nach Vulkan zurückkehren, haben es, ohne es zu wissen, Dämonen in ihrem Gepäck. In geheimnisvollen Artefakten hat ein Virus jahrtausendelang überlebt und infiziert den friedfertigsten aller Planeten mit einer Seuche des Wahnsinns. Auch Spocks Familie bleibt nicht verschont.
Die letzten Wissenschaftler werden von der Enterprise nach Hause gebracht. Während des Fluges kommt es zu einem scheußlichen Mord. Und Captain Kirk muss annehmen, dass der Täter unter den Männer und rauen seiner Crew zu suchen ist.
Während des Landurlaubs auf Vulkan breitet sich der Wahnsinn auch unter den Enterprise Offizieren aus. Bald ist das Schiff in der Hand von Besessenen. Nichts scheint die Dämonen aufhalten zu können.
Meinung:
"Dämonen" verzichtet gänzlich auf die Angabe von Sternzeiten und Hinweisen, wo sich das Buch zeitlich einordnen lässt - das Cover zeigt die roten Uniformen, die ab Star Trek II verwendet wurden. Dennoch ist diese Angabe in meinen Augen falsch, da inhaltlich ein starker Zusammenhang zwischen diesem und zwei weiteren Büchern von J.M. Dillard besteht. Demnach würde ich "Dämonen" in die Mitte
zwischen "Bewusstseinschatten" und "Blutdurst" eingliedern, beginnend ungefähr bei Sternzeit 7008,4, also knapp vor "Star Trek - The Motion Picture". Einerseits sind es subtile Entwicklungen von Charakteren in allen drei Büchern, die diese Annahme untermauern, andererseits kennt McCoy "Gol" nicht, was aber nach "Star Trek - The Motion Picture" zwangsläufig ganz anders sein muss. Das Cover stellt also einen definitiv falschen Bezug her.
In "Dämonen" tauchen viele aus "Bewusstseinschatten" bekannte Charaktere auf, was eine schöne und gerade bei Star Trek-Romanen eher seltene Entwicklung darstellt. Leider ist das Recycling bestehender Figuren nicht die einzige Verbindung zum Vorgänger, auch das Vorbeischrammen an den aus der Serie bekannten Figuren bleibt erhalten. Alle verhalten sich leicht "falsch". McCoy, der für seine Emotionalität bekannt ist, diskutiert kühl Spocks mögliches Ableben, Spock hat eine größere Verbindung zu dem "Gastcharakter" Anitra statt zu seinen Freunden und der so zurückhaltende McCoy hat
nach "Bewusstseinsschatten" gleich die zweite untypische Affäre. Hinzu kommt, dass Anitra auf mich extrem unsympathisch wirkt und trotz ihres niederen Ranges von allen als gleichgestellt behandelt wird, obwohl sie das genau genommen nicht sein dürfte. Ihr Status als Wunderkind ist zudem ähnlich sympathisch wie es Wesley Crusher zu TNG-Zeiten war…
Das Fazit bei "Dämonen" sieht also
ähnlich aus wie bei "Bewusstseinschatten": ein prinzipiell
nicht schlechtes Buch, das besser sein könnte, würde die Autorin ein glücklicheres Händchen bei
den Charakteren besitzen.

