Blutdurst
J.M. Dillard
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Klappentext:
Der Planet Tanis ist in den Sternkarten als unbewohnte Welt
verzeichnet. Doch in einem unterirdischen Laboratorium
werden geheime Forschungen von Starfleet-Wissenschaftlern durchgeführt. Als die Enterprise auf einen Notruf hin
Tanis erreicht, kommt jede Hilfe zu spät: Zwei der drei
Wissenschaftler sind tot: der Mikrobiologe Dr. Adams ist
von einer lebensbedrohlichen Infektion gezeichnet und
dem Wahnsinn nahe.
Auch wenn Starfleet Command jede Beteiligung leugnet -
Captain Kirk und seine Offiziere sind sich bald sicher: Auf
Tanis wurden verbotene biologische Waffen entwickelt. Das
für militärische Zwecke gezüchtete Virus ist jedoch außer
Kontrolle geraten. Und nun bedroht dieses Virus auch die
Enterprise-Crew.
Der für Waffenentwicklung zuständige Admiral Mendez
versucht die Zusammenhänge zu verschleiern. Aber
Captain Kirk läßt nicht locker: er will die Verantwortlichen
zur Rechenschaft ziehen. Ist er einer Verschwörung in den
höchsten Etagen von Starfleet auf
die Spur gekommen?
Meinung:
"Blutdurst" ist der inoffiziell dritte Teil einer Trilogie
nach "Bewusstseinsschatten" und "Dämonen". Inoffiziell deshalb, weil alle drei Bücher eigentlich eigenständig sind und auch nach außen kein Bezug zu sehen ist, der aber durch die Handlung an vielen Stellen sichtbar wird. Daher spielt das Buch wahrscheinlich irgendwann nach Sternzeit 7008,4 und vor "Star Trek - The Motion Picture", was zugegebenermaßen recht wenig Spielraum lässt.
Die Sternzeit ist hier aber letztlich auch nicht ausschlaggebend. Die Geschichte verteilt sich auf recht viele Personen, die alle ganz gut geschildert werden. Durch die dafür verhältnismäßig geringe Seitenzahl haben also neue Figuren der Autorin mehr Gewicht als die bekannten aus der Serie. Auf der einen Seite ist das erfrischend, auf der anderen geht damit Tiefgang verloren, noch zumal auch hier der Kommentar zu Buch eins und zwei gilt: bekannte Charaktere werden nicht wirklich treffend beschrieben, statt dessen schrammt die Atmosphäre haarscharf aber gravierend am Original vorbei.
Damit ein sehr gut lesbares, aber kein wirklich sehr gutes Star Trek-Abenteuer.

