Der Entropie Effekt
Vonda N. McIntyre
Die Rechte der Buchcover und der Klappentexte liegen beim jeweils angegeben Verlag, eine Verletzung dieses Rechtes ist nicht beabsichtigt.
|
Klappentext:
Die USS Enterprise erhält den Befehl, einen gefährlichen
Verbrecher vom Gefängnis auf Aleph Prima zu einem Rehabilitations-Lager zu
transportieren: den genialen Physiker Dr. Georges Mordreaux. Laut Urteil versprach er seinen
Anhängern, sie in die Vergangenheit zurückzuschickern - und tötete sie statt dessen.
Als Mordreaux aus seiner bewachten Kabine ausbricht, auf die Brücke stürmt
und Captain Kirk ermordet, muss Spock in die Vergangenheit reisen, um eine Katastrophe
zu verhindern, BEVOR sie geschieht.
Es steht nämlich mehr auf dem Spiel als nur das Leben Captain Kirks.
Mordereaux' Experimente haben das ganze Universum in eine tödliche Zeit-Verwerfung
gestürzt. Spock kämpft verzweifelt gegen die Zeit... und das Universum drängt sich
in sich selbst zusammen, mit dem unwiderstehlichen Druck des ENTROPIE-EFFEKTS!
Meinung:
"Der Entropie Effekt" - ein sehr gutes Buch mit einem etwas missglückten Titel - ist ein weiterer, schon etwas älterer, Roman der exzellenten SF und Fantasy-Autorin Vonda N. McIntyre, der zur Zeit der ersten Fünf-Jahres-Mission spielt. Und auch hier hält sie, was ihr Name verspricht. Trotz einer verhältnismäßig geringen Seitenzahl schafft sie es erneut, auf die Charaktere einzugehen und sich intensiv mit ihnen zu befassen, etwas, dass gerade bei Star Trek Romanen leider keine Selbstverständlichkeit ist.
Drum herum verläuft eine faszinierende (Zeitreise-)Geschichte, in der die Autorin etwas tut, was eigentlich in Serien ein absolutes Tabu ist: Sie tötet einen der Hauptcharaktere.
Natürlich ist klar, wie das Buch ausgeht, schließlich muss der Status Quo erhalten werden. Dennoch ist "Der Entropie Effekt" von vorn bis hinten spannend, ähnlich wie ein Columbo-Film, wo der Mörder zwar bekannt, das wirklich Interessante aber die Frage nach dem WIE ist. Der Roman fokussiert daher auch hauptsächlich auf Spock, dem es zufällt, die Zeitlinien wieder zu korrigieren.
Zeitreise-Geschichten haben immer mit dem Erhalt einer inneren Logik zu kämpfen und hier
bewegt sich die Geschichte etwas am Rande des Möglichen. Das ist auch der einzige
Kritikpunkt. Trotzdem, durch die brillant geschilderten Emotionen der Beteiligten,
noch Höchstwertung.

