Star Trek Animated





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HOME > Star Trek - The Animated Series Episodenguide (TAS)

Star Trek Animated

Vorwort


Im Dezember 2006 sind alle Folgen der "Star Trek - The Animated Series" auf DVD erschienen. Dieser Guide entstand vor der DVD-Veröffentlichung, eine Besprechung der DVD-Box ist langfristig geplant.

Texte: © 2004 Zelda Scott
Texte dürfen gerne verwendet werden, sofern ein Hinweis auf mich und diese Seite erfolgt oder nach Rücksprache mit mir



"Star Trek: Enterprise" wird allgemein als die fünfte Star Trek-Serie beworben, dabei ist das nicht vollkommen korrekt. Es handelt sich hierbei lediglich um die fünfte Realserie, denn 1973 wurde, basierend auf den drei Classic-Staffeln, eine Zeichentrickserie produziert, die jedoch nach nur 22 Folgen wieder eingestellt wurde. Sowohl in der "offiziellen" Geschichte als auch bei den meisten Star Trek Dokumentationen wird sie komplett ignoriert. Verdient hat es diese Serie allerdings nicht, da die Geschichten von sehr hohem Niveau sind und im Original von den bekannten Stars gesprochen werden. Bis auf Chekov, der außer in Form seines Alter-Egos (Walter Koenig) nur als Drehbuchautor auftaucht, ist die gesamte Crew vertreten. Auf der Brücke wird er durch einen Alien, Leutnant Arex ersetzt, der im Original von George Takei gesprochen wird. Es ist ebenfalls anzumerken, dass James Doohan, dessen Talent für die unterschiedlichsten Dialekte Star Trek- Fans aus diverser Sekundärliteratur hinreichend bekannt sein dürfte, zahlreichen anderen Charakteren seine Stimme leiht. Auch Nichelle Nichols spricht nicht nur Uhura sondern auch die Katzenfrau M'Ress, die wie Arex einen Neuzugang auf der Enterprise darstellt.

Bei der Erstausstrahlung 1973 konnte "Star Trek - The Animated Series" kein breites Publikum für sich gewinnen, was hauptsächlich daran lag, dass die Serie im morgendlichen Kinderprogramm ausgestrahlt wurde. Damit war sie, in einer Prä-Videorekorder-Ära, außerhalb der Reichweite eines erwachsenen Publikums, dabei aber mit zu komplexen Handlungssträngen versehen, um Kinder begeistern zu können. Daher wurde die Produktion in der Mitte der zweiten Staffel abgebrochen, obwohl die Serie 1974 mit einem EMMY Award für die beste Kinder-Serie ausgezeichnet wurde. In Deutschland kaufte das ZDF einen Großteil der Folgen, allerdings wurde hier zunächst auf die Original-Synchronsprecher verzichtet und zudem die Handlungen stark verkürzt und kreativ übersetzt.

Im Zuge der Videoveröffentlichung diverser Star Trek-Serien wurde "Star Trek - The Animated Series" für das deutsche Publikum neu überarbeitet und synchronisiert, wobei auch hier die deutschen Originalsprecher verpflichtet wurden. Die überarbeiteten Fassungen sind aber - soweit bekannt - niemals im Fernsehen ausgestrahlt worden sondern waren nur als Kaufkassette bzw. jetzt als DVD-Box erhältlich.


Persönlicher Eindruck der Serie:

Da ich schon seit längerem von "Star Trek - The Animated Series" gelesen hatte, war ich froh, eines Tages im deutschen Kinderprogramm eine Folge dieser Rarität zu entdecken. Das Ergebnis entsetzte mich damals jedoch derart, dass ich schon nach wenigen Minuten die strunzdummen Kommentare eines falschen Spocks nicht mehr ertragen konnte. Dabei waren mir die Handlungen durch die Buchreihe "Die neuen Abenteuer des Raumschiff Enterprise" durchaus bekannt. Grund genug für mich, auf die Suche nach dem Original zu gehen. Der Unterschied zwischen der ursprünglichen Fassung des ZDF und der Urfassung mit den bekannten Stars könnte dann auch größer nicht sein. Obwohl die Dauer mit ca. 25 min. jeweils halb so lang wie eine Folge der Realserie ist, wurde ich den Eindruck nicht los, weitere Folgen der Classic-Serie zu sehen. Die Atmosphäre spiegelt sofort den Flair der 79 ursprünglichen Folgen wieder, obwohl die Zeichnungen nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen. Als Vorteil lässt sich die Tatsache verbuchen, dass Außerirdische sowie Kulissen ohne Mühe in die Handlung integriert werden konnten, was bei der Realserie nicht so ohne weiteres möglich gewesen war. Daher tauchen auch wesentlich mehr Aliens auf als im Original. Die Zeichnungen der Charaktere wirken bis auf Uhura nicht besonders treffend, da alle fast vollständig jünger wirken und besonders Kirk, Spock und McCoy etwas unfertig erscheinen. Dafür sind die Szenen im Weltraum sehr gut dargestellt, da hier einige Sequenzen der Originalserie, z. B. eine im Orbit befindliche Enterprise, detaillgetreu nachempfunden wurden. Die überarbeitete deutsche Fassung kann sich sehen lassen, auch wenn die Stimmen der Synchronsprecher für meinen Geschmack etwas zu alt für die so jungen Gesichter sind. Besonders bei Kirk, der nach dem Ende der Serie von unterschiedlichen Sprechern synchronisiert wurde, fällt der Altersunterschied auf. Die nachträgliche CIC-Überarbeitung wurde sorgfältig ausgeführt, das Original weist aber auch gerade durch die einzigartigen Stimmen von Shatner, Nimoy, Doohan und aller anderen einen einzigartigen Charme auf.

Für alle, die sich für "Star Trek - The Animated Series" interessieren, gibt es nun gute Neuigkeiten, denn im Dezember 2006 wurden erstmals als Folgen als DVD-Box herausgebracht.

Bis dato war die deutsche Synchronisation schon lange vergriffen und höchstens über ebay noch erhältlich. Von CIC wurde die Serie (in der richtigen Reihenfolge) als ein VHS-Paket (11 Videos) herausgebracht, einzelne Folgen existierten jedoch als separate Videoauskopplungen, in denen unterschiedliche Folgen zusammengestellt sind. Im Original sind die Folgen auf insgesamt 7 VHS-Kassetten, jedoch nicht der Reihenfolge entsprechend, erhältlich, z. B. über amazon.de.



Executive Consultant: Gene Roddenberry

Sprecher (soweit bekannt):

Original-Fassung Deutsche CIC-Synchronisation
Captain James T. Kirk William Shatner G. G. Hoffmann
Mr. Spock Leonard Nimoy Herbert Weicker
Dr. Leonard McCoy DeForest Kelley Randolf Kronberg
Sulu George Takei K. E. Ludwig
Uhura Nichelle Nichols
Chapel Majel Barrett
Montgomery Scott James Doohan
Arex George Takei
M’Ress Nichelle Nichols

Übersicht

Nr. Titel (OV) Titel (dt. ZDF) Titel (dt. CIC)
_________________________________________________________

1. Staffel
1 Yesteryear Das Zeitportal Die Täuschung
2 One of our Planet's Missing Ein Planet wird gerettet Die gefährliche Wolke
3 The Lorelei Signal Planet der Amazonen Das Lorelei-Signal
4 More Tribbles, More Trouble Invasion der Wollmöpse Mehr Trouble mit Tribbles
5 The Survivor Geliebter Spion Der Überlebende
6 The Infinite Vulcan Planet der Riesen Das Superhirn
7 The Magicks Of Megas-Tu
-
Das Geheimnis von Megas-Tu
8 Once Upon a Planet Urlaub im Wunderland Phantasie oder Wirklichkeit
9 Mudd's Passion Der Liebeskristall Der Liebeskristall
10 The Terratin Incident Auch Kleine haben oft groß angefangen Die Rettungsmission
11 Time Trap Klingons Hinterlist Die Zeitfalle
12 The Ambergris Element Das unheimliche Wasser Die Entführung
13 The Slaver Weapon
-
Das Geheimnis der Stasis-Box
14 Beyond the Farthest Star Keine Blumen für Kirk Das körperlose Wesen
15 Eye of the Beholder Die gejagten Jäger Auf der Suche nach Überlebenden
16 Jihad
-
Das gestohlenen Gehirnwellenmuster
2. Staffel
17 The Pirates of Orion Verfolgung im Weltraum Die Piraten von Orion
18 BEM Echsenjagd Gefährliche Prüfung
19 The Practical Joker Das lachende Ungeheuer Wüste Scherze
20 Albatross
-
Dr. McCoy unter Anklage
21 How Much Sharper Then A Serpent's Tooth Kulkulkan - Der Mächtige Die versunkene Welt
22 The Counter Clock Incident Weltraum-Kosmetik Flucht aus einem anderen Universum

1. Staffel


Episode 1: "Yesteryear"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Das Zeitportal"
ZDF "Die Täuschung"
Erstausstrahlung: USA 15.09.1973
Deutschland (ZDF) 13.10.1976
Drehbuch: D. C. Fontana
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 1 - Todeszone Galaxis [Die Täuschung]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit: 5373,4: Die Föderation benutzt den "Wächter der Ewigkeit" (-> "Griff in die Geschichte") zur Erforschung der Geschichte des Planeten Orion. Als Kirk und Spock aus der Vergangenheit zurückkommen, erkennt niemand außer Kirk mehr Spock wieder. Tatsächlich wird der Posten des ersten Offiziers von einem Andorianer bekleidet. Der Gedanke an eine Veränderung der Geschichte liegt nahe, obwohl Kirk und Spock sich sicher sind, keine Veränderung verursacht zu haben. Nachforschungen ergeben, dass Spock im Alter von 7 Jahren beim Kahs-wan-Test, einer Überlebensprobe für vulkanische Kinder, starb, woraufhin sich seine Eltern kurz darauf scheiden ließen. Spock erinnert sich schließlich vage daran, dass ein entfernter Verwandter namens Selek ihm das Leben rettete.
Schließlich stellt er sich der Erkenntnis, dass er selbst Selek ist und er aufgrund seines Aufenthaltes in der Vergangenheit Orions nicht auf Vulkan sein konnte, um sich selbst das Leben zu retten. So unternimmt Spock alleine eine weitere Reise durch den "Wächter der Ewigkeit" und erlebt seine Kindheit aus einer anderen Perspektive, bis die Zeit des Tests gekommen ist.


Persönliches Fazit:

Diese Episode bietet viele interessante Einblicke, auch wenn die Erklärung, Spock hätte sich nicht retten können, da er in der Vergangenheit Orions sei, kaum nachvollziehbar ist. Etwas nachdenklich stimmt der so sorglose Gebrauch des "Wächters der Ewigkeiten", da gerade mit der Folge "Griff in die Geschichte" die möglichen Konsequenzen nur allzu verdeutlicht worden sind. (Hierbei wird auch deutlich, dass die Animated-Serie von vielen nicht als Bestandteil des Star Trek-Universums betrachtet wird, da auch A. C. Crispins fabelhafter Roman "Sohn der Vergangenheit" den Fakten dieser Folge widerspricht). Positiv fällt auf, dass viele bekannte Fakten aus einzelnen Folgen der Serie aufgegriffen werden. Der "Wächter der Ewigkeit" ist dabei nur ein Detail. Neben Spocks Eltern (-> "Reise nach Babel") wird auch die Erwähnung von Spocks "fettem Teddybär mit Zähnen" aus der gleichen Folge, dem Sehlat, Rechnung getragen, da ihm eine besondere Bedeutung zukommt. Faszinierend zu beobachten ist Spocks Kindheit bzw. Spocks kindliche Reaktionen auf die zu hohen Ansprüche seines Vaters aus der Sicht des erwachsenen Spocks. In einer Szene wird das Kind Spock von vulkanischen Kindern wegen seiner Abstammung gehänselt, wobei ich stark bezweifle, dass das als logisch zu bezeichnen ist. Sarek und Amanda sind in den Zeichnungen sehr gut getroffen. Trotz der erwähnten Schwächen und der Tatsache, dass sich diese Folge fast ausschließlich auf Spock konzentriert und die restliche Crew außen vor lässt, eine sehr gute Episode.

Episode 2: "One of our Planet's Missing"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Die Gefährliche Wolke"
ZDF "Ein Planet wird gerettet"
Erstausstrahlung: USA 22.09.1973
Deutschland (ZDF) 27.04.1976
Drehbuch: Marc Daniels
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 1 - Todeszone Galaxis [Planet in Gefahr]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5371,3: Der Planet Mantilles, dessen Gouverneur Bob Wesley (!) heißt, wird von einer Wolke bedroht, die alles auf ihrem Weg vernichtet. Die Enterprise versucht, die Wolke aufzuhalten und dringt dabei in sie ein. Nur durch Scottys Genialität können sie im Inneren überleben, allerdings scheint der einzige Weg, die Wolke zu stoppen, die Selbstzerstörung der Enterprise zu sein. Doch es stellt sich heraus, dass es sich um ein lebendes intelligentes Wesen handelt. Während auf Mantilles die Kinder evakuiert werden, nimmt Spock Kontakt mit der Wolke auf, der nicht bewusst war, dass sich auf ihrer "Nahrung" Lebewesen befinden...


Persönliches Fazit:

Diese Folge erinnert zu sehr sowohl an "Das Loch im Weltraum" als auch an "Planetenkiller", um wirklich spannend zu sein. Der einzige Unterschied zu der zuerst erwähnten Episode besteht darin, dass die Wolke intelligent ist, sich damit Kirk der Ersten Direktive verpflichtet sieht bzw. dem Konflikt, ihr zu wider zu handeln, um einen stark bevölkerten Planeten zu retten. Spocks Mentalverschmelzung ist eine "Standardlösung" für die Kommunikation mit einer außerirdischen Spezies (z. B. bei "Horta rettet ihre Kinder"), von daher ist auch das nicht überraschend. Die Tatsache, dass die Verschmelzung über den Brückenlautsprecher "mitzuverfolgen" war, ist logisch abwegig. Insgesamt ist die Folge aufgrund der genannten Tatsachen eher durchschnittlich, aber durchaus sehenswert.

Episode 3: "The Lorelei Signal"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Das Lorelei-Signal"
ZDF "Planet der Amazonen"
Erstausstrahlung: USA 29.09.1973
Deutschland (ZDF) 23.11.1976
Drehbuch: Margaret Amen
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 2 - Der Überlebende [Planet der Amazonen]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5183,7: Ca. alle 27 Jahre verschwinden im Taureanischen System Raumschiffe. Die Enterprise soll das Phänomen untersuchen. Kaum, dass der Zeitpunkt erreicht ist, fängt sie ein Signal auf, dass alle Männer in dessen Bann schlägt. Ursprung ist ein Planet, auf dem nur Frauen leben. Ein Landeteam, dem McCoy, Spock und Kirk angehören, muss feststellen, dass sie Männern die Lebensenergie "aussaugen", so dass diese um 10 Jahre pro Tag altern. Auf der Enterprise selbst sind die männlichen Besatzungsmitglieder nicht mehr zurechnungsfähig, weswegen Uhura das Kommando übernimmt. Sie stellt eine weibliche Rettungsgruppe zusammen...

Persönliches Fazit:

Odysseus trifft auf "Wie schnell die Zeit vergeht" charakterisiert "Das Lorelei-Signal" ziemlich genau. Diese Folge gibt Uhura endlich einmal Gelegenheit, ihre Kompetenz zu beweisen, was diese auch bravourös meistert und Bedauern aufkommen lässt, dass ihr diese Chance in der Realserie zumeist verwehrt wurde.


Tatsächlich wirkt keine der Frauen schwach und zerbrechlich, wie es dort zumeist angedeutet wurde. In einer Szene wird das Chapel/Spock-Verhältnis wieder aufgegriffen. Die letztendliche Lösung der fortgeschrittenen Alterung (per Transporter) konnte jedoch mich nicht überzeugen. Fazit: An und für sich eine gute Folge, die jedoch nicht zu meinen Favoriten zählt.

Episode 4: "More Tribbles, More Trouble"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Mehr Trouble mit Tribbles"
ZDF "Invasion der Wollmöpse"
Erstausstrahlung: USA 06.10.1973
Deutschland (ZDF) 13.04.1976
Drehbuch: David Gerrold
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 4 - Gefahr im Delta-Dreieck [Und wieder Sorgen mit Tribbles]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit: 5392,4: Auf Shermans Planet ist abermals eine Hungernot ausgebrochen, abermals eilt die Enterprise mit Getreide im Schlepptau zu Hilfe. Auf dem Weg retten sie Cyrano Jones aus dessen Schiff vor verfolgenden Klingonen. Und wieder hat er Tribbles bei sich, die allerdings genetisch verändert wurden, so dass sie sich nicht mehr vermehren. Stattdessen wachsen die kleinen Tierchen ins Unermessliche, während die Klingonen die Auslieferung von Cyrano Jones fordern und die Enterprise mit einer neuen Waffe, die Antrieb und Waffen lahm legt, bedrohen. Die Waffe jedoch hat Schwachstellen und die Klingonen sind mehr an dem Glommer interessiert, den Jones ihnen gestohlen hat. Der entpuppt sich als ein speziell gezüchtetes, noch einzigartiges Tier, dass Tribbles frisst und die Klingonen dringend benötigen, um weitere Glommer "herzustellen".


Persönliches Fazit:

Diese Folge macht einfach Spaß. Vom Tribble-Erfinder geschrieben, ergeben sich eigentlich nicht viele Neuigkeiten und sowohl die Ausgangssituation als auch die Lösung derselben ist bekannt. Gerade jedoch dieser Wiedererkennungswert löst das eine oder andere Schmunzeln aus und viele Parallelen werden gezogen. So lässt sich auf Kirks Kommandosessel diesmal ein immer größer werdender Tribble nieder, den dieser mit immer größerer Mühe entfernt, bis er schließlich freiwillig daneben stehen bleibt. Auch die Szenen mit dem Glommer sind gelungen, als dieser probiert, einen um das Vielfache gewachsenen Tribble zu verschlingen bzw. als er vor einem Monstertribble die Flucht ergreift. (Man beachte auch den ursprünglichen ZDF-Titel dieser Folge, um einen Eindruck von der "Qualität" der Übersetzung zu bekommen :-))

Episode 5: "The Survivor"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Der Überlebende"
ZDF "Geliebter Spion"
Erstausstrahlung: USA 13.10.1973
Deutschland (ZDF) 05.10.1976
Drehbuch: James Schmerer
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 2 - Der Überlebende [Der Überlebende]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5143,3: Die Enterprise greift den ebenso berühmten wie bis dato verschollenen Carter Winston auf, der sich laut einer medizinischen Untersuchung McCoys bester Gesundheit erfreut. Zufällig befindet sich seine Verlobte, Leutnant Anne Nored, als Sicherheitsoffizier an Bord, doch er weist ihre Liebe zurück. Was die Crew zunächst nicht weiß: Winston ist in Wahrheit ein Vendorianer, ein Formwandler, der als Spion für die Romulaner arbeitet. Er schaltet Captain Kirk kurzzeitig aus, nimmt dessen Gestalt an und steuert so die Enterprise in den romulanischen Raum, wo das Schiff sich sofort mit gegnerischen Schiffen konfrontiert sieht. Doch der Vendorianer hat nach Winstons Tod nicht nur dessen Gestalt sondern auch viel von dessen Charakter übernommen. Als Anne Nored ihm erklärt, dass für sie Aussehen unwichtig ist und er eine bessere Zukunft für sich in der Föderation als im Romulanischen Reich erwarten kann, rettet er die Enterprise und stellt sich den Konsequenzen seines Handelns.


Persönliches Fazit:

Der Anfang der Folge ist nicht besonders interessant. Schon wieder hat ein berühmter Mann, der als verschollen galt, scheinbar überlebt und rein zufällig befindet sich dessen Verlobte an Bord (-> "Der alte Traum"). Auch das Doppelgängerthema samt Verwandlungen in andere Gestalten (-> "Das Letzte seiner Art") ist nicht unbedingt als Innovation zu bezeichnen. Tatsächlich jedoch schafft es die Handlung, sich davon wegzubewegen, was zu einigen amüsanten Augenblicken führt, z. B. als sich der falsche Winston in ein Krankenbett verwandelt. Damit gehören Formwandler eigentlich schon lange vor Star Trek VI und DS9 mit Odo zum "Alltag" und es stellt sich die Frage, warum jedes Mal mit so großer Überraschung darauf reagiert wird. Erstmalig taucht in dieser Folge Leutnant M'Ress und damit eine weitere Außerirdische auf der Brücke auf, was die Möglichkeiten einer Zeichentrickserie unterstreicht. McCoy erwähnt in dieser Folge - allerdings ohne Namen - seine Tochter. Das Ende der Folge verkörpert genau den Geist, der Star Trek immer ausgemacht hat und kann daher über den eher schwachen Anfang hinweg trösten.

Episode 6: "The Infinite Vulcan"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Das Superhirn"
ZDF "Planet der Riesen"
Erstausstrahlung: USA 20.10.1973
Deutschland (ZDF) 12.10.1976
Drehbuch: Walter Koenig
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 2 - Der Überlebende [Spock mal x]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5554,4: Die Enterprise untersucht den Planeten Phylos. Als Sulu sich an einer Pflanze vergiftet, wird er von Einheimischen, intelligenten Pflanzen gerettet, die vom Aussterben bedroht sind. Wenig später wird Spock entführt und die Landegruppe zur Rückkehr auf die Enterprise gezwungen. Verantwortlich dafür ist der "Meister" der pflanzlichen Wesen, ein Mensch namens Keniclius V. Er ist ein Überlebender der Eugenischen Kriege, der die Zeit überdauern konnte, da er immer wieder Klone von sich selbst anfertigte und sein Bewusstsein transferierte. Kirk kehrt mit einer Landegruppe auf den Planeten zurück und tatsächlich finden sie Spock, der jedoch im Sterben begriffen ist. Keniclius, dessen Körpergröße überdimensional ist, will eine Armee von ebenfalls übergroßen geklonten Spocks erzeugen, die als eine Art Weltraumpolizei Frieden in der Galaxis schaffen sollen. Kirk erklärt, dass bereits Frieden herrscht und kann letztendlich zuerst einen überdiminesionalen Spock-Klon und dann auch Keniclius überzeugen. Der echte Spock kann durch eine Mentalverschmelzung mit seinem Klon gerettet werden, während die beiden Riesen auf Phylos bleiben, um den Einheimischen bei Ihrem Problem zu helfen.


Persönliches Fazit:

Diese - von Walter "Chekov" Koenig geschriebene - Episode greift zwar (schon wieder) das viel strapazierte Doppelgänger-Thema auf, bietet aber dennoch viele interessante Aspekte. Zum einen war es durch das Zeichentrickformat möglich, "andere" Lebensformen, hier in Pflanzenform, zu präsentieren. Zum anderen sind einige gute Dialoge enthalten, besonders, als Kirk mit dem Spock-Klon über das vulkanische UMUK-Prinzip diskutiert. Insgesamt gesehen bietet diese Folge weder großartige Höhen und Tiefen, da von Anfang an klar ist, dass niemand der Stammbesetzung sterben wird und bewegt sich damit auf durchschnittlichem Niveau.

Episode 7: "The Magicks Of Megas-Tu"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Das Geheimnis von Megas-Tu"
ZDF [nie gesendet]
Erstausstrahlung: USA 27.10.1973
Deutschland (ZDF) [nie gesendet]
Drehbuch: Larry Brody
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 3 - Der Venus-Faktor [Der Zauberer von Megas-tu]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 1254,4: Als die Enterprise das Zentrum des Universums, von dem der Urknall ausgegangen sein soll, erforscht, geraten sie in eine Dimension, wo andere Naturgesetze gelten: Magie statt Technik. Ein Außerirdischer mit Hörnern und Pferdefuß, der sich Lucien nennt, rettet das Schiff vor dem Tod durch Versagen der technischen Systeme und versteckt es vor den anderen seines Volkes. Als jedoch Spock die Logik dieses Universums erkennt und ebenfalls anfängt zu "zaubern", werden auch die anderen Bewohner von Megas-Tu auf das Schiff aufmerksam und sitzen über die Crew in einer Nachahmung der Hexenprozesse von Salem zu Gericht. Luciens Volk besuchte die Erde seinerzeit, wurde jedoch damals aufgrund seiner Fähigkeiten verfolgt. Als Kirk sich für Lucien einsetzt, obwohl ihm klar ist, dass es sich um "Luzifer" handelt, erkennen die Bewohner von Megas-Tu, dass die Menschheit sich verändert hat und versprechen, zukünftig Menschen willkommen zu heißen.


Persönliches Fazit:

Durch die zeitliche Begrenzung auf rund 23 Minuten verliert die gute Grundidee leider etwas durch die Notwendigkeit zur Eile. Dennoch wird hier Star Trek von der besten Seite präsentiert, da selbst der Teufel eine zweite Chance erhält. Bei der Zeichnung von Lucien wurde gelungen auf das Klischee des Teufels hingewiesen und zeigt die Weiterentwicklung seit Abschluss der Serie, zu deren Anfang Spock selbst von den Verantwortlichen als zu teuflisch aussehend kritisch beäugt worden war. Die Idee eines Universums mit anderen Naturgesetzen ist sehr reizvoll, dieser Aspekt geht jedoch durch den geschichtlichen Hintergrund fast vollständig unter - was eigentlich Schade ist. Dennoch sehr sehenswert.

Episode 8: "Once Open A Planet"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Phantasie oder Wirklichkeit"
ZDF "Urlaub im Wunderland"
Erstausstrahlung: USA 03.11.1973
Deutschland (ZDF) 30.11.1976
Drehbuch: Chuck Menville & Len Janson
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 3 - Der Venus-Faktor [Es war einmal auf einem Planeten…]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5591,2: Die Enterprise besucht abermals den "Landurlaub"-Planeten. Während zuerst alles nach Wunsch verläuft, wird bald darauf McCoy von dem Vergnügungs-System angegriffen und Uhura entführt, die als einzige auf dem Planeten zurückbleibt. Kirk kehrt mit Spock und Sulu zurück, um sie zu retten. Sie entdecken, dass der Wächter gestorben ist und der Computer die Herrschaft übernommen hat. Der möchte nicht länger anderen dienen und versucht, die Enterprise an sich zu bringen, um die Galaxis zu erkunden.

Nach Bedrohung durch Flugechsen und einer Monsterkatze gelangen Kirk und Spock zur Zentrale, in der auch Uhura gefangen gehalten wird und können den Computer von seinem Vorhaben abbringen.


Persönliches Fazit:

Was in der Realserie wenig praktiziert wurde, nämlich auf die Inhalte der Episoden untereinander einzugehen, wurde hier sehr intensiv aufgegriffen. Mehrfach wird auf "Landurlaub" hingewiesen, stellenweise auch, um die nötigen Hintergrundinformationen zu liefern. Tatsächlich werden die durch McCoys "Tod" in dieser Episode gewonnen Informationen dazu genutzt, um einen Weg zu dem Zentralcomputer zu finden. Bis dahin ist die Folge durchaus interessant, das Ende fällt jedoch stark ab, da das bereits überstrapazierte Rededuell Computer gehen Kirk die Lösung bringt. Die Musik, die in bestimmten Gefahrsituationen als Untermalung dient, wurde eins zu eins von vorhergehenden Folgen übernommen und zeigt gewisse Abnutzungserscheinungen. Alles in allem durchschnittlich.

Episode 9: "Mudd's Passion"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Der Liebeskristall"
ZDF "Der Liebeskristall"
Erstausstrahlung: USA 10.11.1973
Deutschland (ZDF) 09.03.1976
Drehbuch: Stephen Kandel
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 3 - Der Venus-Faktor [Der Venus-Faktor]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 4978,5: Harry Mudd verkauft auf dem Planeten Motherlode Minenarbeitern eine Liebesdroge. Als diese sich als wirkungslos herausstellt, liefert er sich freiwillig der Enterprise aus. An Bord überredet er jedoch Chapel, die immer noch ebenso heftig wie vergeblich in Spock verliebt ist, die Droge auszuprobieren. Nach einigem Zögern tut sie das tatsächlich, jedoch ohne Wirkung. Unterdessen versucht Mudd, mit einem Shuttle zu fliehen und nimmt dann Chapel als Geisel. Wider Erwarten zeigt das Mittel dann doch Wirkung…

Persönliches Fazit:

"Der Liebeskristall" reiht sich problemlos in die Reihe der anderen Harry Mudd-Folgen ein und trifft deren Atmosphäre genau. Der Charakter hat sich nicht verändert, ebenso wenig sein "Geschäftsgebiet". Es verwundert daher auch nicht, dass er den Stella-Kopien entkommen konnte.


Daher ist die Episode recht kurzweilig. Allerdings stört die Tatsache, dass Chapel, die ja immerhin mehr als "nur" eine einfache Krankenschwester ist, Mudd soweit vertraut, die Droge tatsächlich auszuprobieren.

Episode 10: "The Terratin Incident"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Die Rettungsmission"
ZDF "Auch Kleine haben oft groß angefangen"
Erstausstrahlung: USA 17.11.1973
Deutschland (ZDF) 02.11.1976
Drehbuch: Paul Schneider
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 4 - Gefahr im Delta-Dreieck [Zwischenfall auf Terratin]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5577,3: Während einer Kartographierungsmission fängt die Enterprise einen Hilferuf auf, der das Wort "Terratin" enthält. Ursprung ist ein Planet, der auseinander zu brechen droht und von dem merkwürdige Strahlen ausgehen. Die bewirken ein Schrumpfen der Crew, das immer schneller fortschreitet. Da bald eine Größe unterschritten wird, ab der die Bedienung des Schiffes unmöglich ist, sucht die Crew fieberhaft nach einer Lösung. Als die Zeit knapp wird, beamt der wenige Zentimeter kleine Kirk auf den Planeten, um nach den Personen zu suchen, die für die Strahlung verantwortlich sind. Durch das Beamen gewinnt Kirk jedoch seine alte Größe zurück. Auf dem Planeten entdeckt er eine Kolonie winzigkleiner Menschen. Diese waren ursprünglich Kolonisten von der Erde ("Terra Ten"), die durch die auf dem Planeten natürlich vorkommende Strahlung geschrumpft wurden und daher verloren gingen.


Da ihre Kommunikationsvorrichtung nicht mehr funktioniert, sahen die Terratiner in der Schrumpfungsstrahlung die einzige Möglichkeit, mit der Enterprise in Kontakt zu treten. Letztendlich kann die ganze Siedlung an Bord geholt und damit gerettet werden.

Persönliches Fazit:

Abgesehen von einigen logischen Umgereimtheiten ist diese Folge sehr gut gelungen. Die Schwierigkeiten, mit einer überdimensionalen Enterprise umgehen zu müssen, sind sehr gut eingefangen und verdeutlichen einmal mehr die Möglichkeiten einer Zeichentrickserie. Erstmalig ist auch ein Labor mit Versuchstieren zu sehen, die genauso schrumpfen wie die Besatzung. Dass das Beamen die Größe wiederherstellen kann, wirkt als Lösung aber etwas banal, da der Transporter bereits zuvor mehrfach als Rettung funktioniert hat.

Episode 11: "Time Trap"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Die Zeitfalle"
ZDF "Klingons Hinterlist"
Erstausstrahlung: USA 24.11.1973
Deutschland (ZDF) 23.03.1976
Drehbuch: Joyce Perry
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 4 - Gefahr im Delta-Dreieck [Gefahr im Delta-Dreieck]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5264,2: Die Enterprise untersucht einen Teil des Weltraums, in dem immer wieder Schiffe verschwinden. Als ein klingonischer Kreuzer auftaucht, werden beide Schiffe ebenfalls Opfer dieses "Bermuda Dreiecks" und landen in einer "Tasche im Gewand der Zeit". Hier sind bereits viele Schiffe gestrandet, deren nicht-alternden Besatzungen eine friedliche Gesellschaft geschaffen haben. Gewalt wird nicht toleriert. Weder die neuangekommenen Klingonen noch die Enterprise will sich aber damit abfinden, hier gestrandet zu sein. Beide Schiffe verlieren Energie und sind alleine nicht in der Lage, sich zu befreien. Schließlich arbeiten sie zusammen, doch die Klingonen sind hinterlistig…


Persönliches Fazit:

Zum ersten Mal müssen Menschen und Klingonen zusammenarbeiten. Leider werden die Klingonen dabei etwas stereotyp dargestellt und sind nach wie vor die "Bösen". Die Zweckallianz hält dann auch kaum für die Dauer ihrer Notwendigkeit an. Die alternative Gesellschaft im "Bermuda-Dreieck" ist da schon interessanter, denn in dem regierenden Rat sind fast alle Spezies vertreten, die der Star Trek-Fan schon von früher kennt, nämlich u. a. neben Vulkaniern, Tellariten, Andorianern und Klingonen (!) auch Gorn und einige Rassen, die in vorherigen Folgen der Animated-Serie aufgetaucht sind. Die Sprecherin des Rates ist ausgerechnet eine Orionerin, womit das bisher so sorgfältig aufgebaute Bild der Liebessklavin hinfällig wird. Die Klingonen sind hier noch mit ihrem "Classic"-Aussehen gezeichnet und besitzen auch sonst keinerlei Ähnlichkeiten mit den "Next Generation"-Klingonen, was sich auch in der Lebensspanne zeigt: in dieser Folge wird erwähnt, dass sie dem eines Menschen entspricht, während in DS9 merklich gealterte Klingonen auftauchen, auf die Kirk bereits in der Classic-Serie getroffen ist (und die dementsprechend länger als Menschen leben). Insgesamt eine durchschnittliche Folge mit guten Ansätzen.

Episode 12: "The Ambergris Element"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Die Entführung"
ZDF "Das unheimliche Wasser"
Erstausstrahlung: USA 01.12.1973
Deutschland (ZDF) 09.11.1976
Drehbuch: Margaret Armen
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 5 - Ums nackte Überleben [Die Aquaner]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5499,9: Mit Hilfe eines amphibienartigen Shuttles untersucht ein Landeteam der Enterprise die Wasserwelt Argo. Als sie von einer Art Seeungeheuer angegriffen werden, stürzt das Shuttle ab und Kirk und Spock werden herausgeschleudert. Als die Enterprise die beiden endlich findet, sind deren Atmungssysteme verändert worden: sie können nun nur noch unter Wasser leben. Mit dem Verlust des Shuttles sind Kirk und Spock die einzigen, die auf dem Planeten bzw. unter Wasser Nachforschungen vornehmen können. Sie finden heraus, dass dort eine Zivilisation lebt, die früher von "Luftatmern" verfolgt wurde und demnach diesen gegenüber feindlich gesinnt ist. Jüngere Argonier haben jedoch aus Mitleid die Atmung der Beiden angepasst, um sie vor dem Tode zu bewahren. Ein Seebeben schürt jedoch erneut das Misstrauen. Schließlich können Kirk und Spock das Vertrauen einer jüngeren Argonierin gewinnen, die ihnen dann u. a. auch hilft, die Verwandlung rückgängig zu machen.


Persönliches Fazit:

Von der Handlung her ist diese Episode ganz exzellent. Einziger Schwachpunkt ist die Tatsache, dass sie in nur 22 Minuten gepresst werden musste und von daher etwas gehetzt wirkt. Die Verwandlung von Kirk und Spock wird optisch nur durch Schwimmhäute verdeutlicht, was etwas schade ist, hätten doch die Zeichner hier mehr Möglichkeiten gehabt. Dennoch wird die Unterwasserkultur sehr gut umgesetzt und es ist bedauerlich, das etwas Ähnliches nie in der Realserie zu sehen war. Interessant und erwähnenswert sind die Lebenserhaltungsgürtel, die in der eigentlichen Serie als Ersatz für Raumanzüge geplant aber aus Kostengründen nie hatten verwirklicht werden können. Hier werden sie, wie eigentlich vorgesehen, nicht im Weltraum verwendet sondern unter Wasser.

Episode 13: "The Slaver Weapon"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Das Geheimnis der Stasis-Box"
ZDF [nie gesendet]
Erstausstrahlung: USA 15.12.1973
Deutschland (ZDF) [nie gesendet]
Drehbuch: Larry Niven
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 10 - Die letzte Mission" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 4187,3: Spock, Sulu und Uhura sind mit einem Shuttle unterwegs, um eine "Slaver Box", eine Apparatur eines ausgestorbenen und hoch entwickelten Volkes, in dem diese Gegenstände auf unbestimmte Zeit konservierten, auf einer Raumstation zu übergeben. Auf dem Weg dorthin reagiert jedoch die Box, so dass sich vermuten lässt, eine weitere dieser Art sei in der Nähe. Spock entschließt sich, dem nachzugehen. Die zweite Box entpuppt sich jedoch als leer und somit als Falle der Kzinti, die in den Besitz der ersten Box gelangen wollen. Dort drinnen befindet sich u. a. eine Waffe, die die Kzinti jedoch nicht handhaben können und damit das eigene Schiff zerstören.


Persönliches Fazit:

Diese Folge fällt etwas aus dem Rahmen und das gleich aus mehreren Gründen: zum einen taucht die Enterprise in der Folge nicht einmal auf, zum anderen beschränkt sich die Handlung ausschließlich auf Spock, Uhura und Sulu. Außerdem befindet sich - völlig ST-uncharakteristisch - eine Waffe in der Box (typischer wäre ein Gegenstand gewesen, der sich als Waffe missbrauchen lässt). Die Ausgangssituation selbst ist etwas weit hergeholt. Wenn diese Boxen so selten sind, woher hatten die Kzinti dann ihre leere und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie damit wirklich jemanden mit einer zweiten in eine Falle locken können? Davon abgesehen präsentiert sich diese Folge durchaus spannend; die Tatsache, dass nur ein Drittel des klassichen Triumvirats, nämlich Spock, auftaucht, wirkt jedoch in keiner Weise störend. Vielmehr wird dadurch Uhura und Sulu Gelegenheit gegeben, ebenfalls aktiv mitzuwirken. Auch hier tauchen die Lebenserhaltungsgürtel wieder auf. Ein kurioses Detail am Rande: im Buch "Das Star Trek Universum" wird in der Besprechung dieser Folge Sulu durch Kirk ersetzt, was zeigt, dass Autor Ralph Sander entweder eine Brille braucht oder sich mit seiner Besprechung der Animated-Serie enorm viel Mühe gegeben hat…

Episode 14: "Beyond the Farthest Star"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Das körperlose Wesen"
ZDF "Keine Blumen für Kirk"
Erstausstrahlung: USA 22.12.1973
Deutschland (ZDF) 26.10.1976
Drehbuch: Samuel A. Peeples
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 1 - Todeszone Galaxis [Jenseits des fernsten Sterns]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5221,3: Während einer Kartographierungsmission trifft die Enterprise auf ein uraltes Raumschiff einer hochentwickelten Zivilisation. Sie finden eine alte Logbuchaufzeichnung, die sie übersetzen können und die erklärt, dass die Besatzung sich selbst vernichtet hat, da sich an Bord ein böses Wesen eingenistet hatte, deren Ziel es ist, sich selbst über die Galaxis zu verbreiten. Die Warnung kommt jedoch zu spät, das Wesen, das immer noch existiert, gewinnt Kontrolle über die Enterprise. Es ist körperlos und hat die Jahrhunderte auf einem nahe gelegenen Stern überdauert, den es ohne Wirtsköper nicht verlassen kann. Kirk erwägt den gleichen Weg wie das andere Raumschiff - Selbstzerstörung - findet dann aber eine andere Möglichkeit…


Persönliches Fazit:

Diese Episode kann ein bisschen als Vorläufer von Star Trek V betrachtet werden, die Frage, "warum Gott ein Raumschiff braucht", wird hier aber ausreichend erklärt. Die Handlung ist durchweg gelungen und es existiert durch den Einsatz des Schleudereffekts (diesmal ohne Zeitsprung) ein Verweis zur Realserie. Einmal mehr kommen die Lebenserhaltungsgürtel zum Einsatz. Tatsächlich wäre es hier von der Handlung her nicht mehr möglich gewesen, diese durch einen Raumanzug zu ersetzen. Der ursprüngliche ZDF-Titel besitzt - schon wieder - keinerlei Bezug zum Inhalt und lässt sich daher an Schwachsinn nicht mehr überbieten.

Episode 15: "Eye of the Beholder"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Auf der Suche nach Überlebenden"
ZDF "Die gejagten Jäger"
Erstausstrahlung: USA 05.01.1974
Deutschland (ZDF) [nie gesendet]
Drehbuch: David P. Harmon
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 8 - Himmelfahrtskommando" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5501,2: Auf Rettungsmission, um die Crew der Ariel zu finden, beamt eine Landegruppe auf den Planeten Lactra VII. Dort werden sie von den Einheimischen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit Schnecken aufweisen, zusammen mit den Vermissten eingesperrt und in einem Zoo ausgestellt. Eine Kommunikation scheint unmöglich, da die Lactraner zu weit fortgeschritten ist, um Ihnen Ihren Irrtum verständlich zu machen. Erst als Spock telepathisch mit einem Kind kommuniziert, können die Lactraner von der Intelligenz ihrer Zootiere überzeugt werden.

Persönliches Fazit:

Das "Zoomotiv" ist nicht neu und wurde in der SF sowohl in Büchern als auch in Filmen schon oft verarbeitet (z. B. in "Twilight Zone").


Daher ist der Handlungsverlauf nicht besonders überraschend, ebenso wenig die Tatsache, dass Spocks telepathische Kräfte die Lösung herbeiführen. Die dahinter stehende Aussage, nämlich ob die Intelligenz lebender Geschöpfe wirklich zutreffend eingeschätzt werden kann und ob intelligente Wesen das Recht besitzen, andere Kreaturen in einen Zoo zu sperren, bleibt jedoch nach wie vor wirkungsvoll. Insgesamt aber eher durchschnittlich.

Episode 16: "Jihad"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Das gestohlenen Gehirnwellenmuster"
ZDF [nie gesendet]
Erstausstrahlung: USA 13.01.1974
Deutschland (ZDF) [nie gesendet]
Drehbuch: Steven Kandal
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 5 - Ums nackte Überleben [Dschihad]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5264,2: Einer äußerst aggressiven Rasse, den Skorr, wird ihre "Seele" gestohlen. Wird sie nicht wiederbeschafft, droht die Galaxis in einen Krieg zu versinken. Um das zu verhindern, stellen die Vedaler eine Gruppe von Spezialisten zusammen, zu denen auch Kirk und Spock gehören. Gemeinsam machen sie sich auf einem unwirtlichen Planeten auf die Suche…

Persönliches Fazit:

Abgesehen von der etwas absurden Ausgangssituation werden dem Zuschauer viele gute Momente geboten. Das liegt zum einen an der äußerst inhomogenen Gruppe, etwas, das grundsätzlich für viel erzählerisches Potential sorgt, zum anderen aber auch an originellen Einfällen, so ein Kampf in Schwerelosigkeit. Besonders erfrischend sind die unverhohlenen Avancen, die Kirk von dem weiblichen Mitglied der Gruppe gemacht werden.


Entgegen der immer gern und viel kritisierten Pauschalisierung, Kirk würde mit jeder Planetenschönheit anbandeln, ist es diesmal er, der immer wieder ablehnt. Umso interessanter wird der Sachverhalt besonders dadurch, dass ST Animated vollständig als Kinderserie gilt, die Anspielungen aber einen eindeutig sexuellen Hintergrund besitzen. Einmal mehr ist es hauptsächlich der geringe Zeitrahmen, der die Qualität der Folge mindert, ebenso wie die zu sparsam verwendeten Zeichnungen, wodurch der Eindruck des Abgehackten verstärkt wird. Um Geld zu sparen, wurden in der ganzen Animated-Serie oftmals von Bild zu Bild nur so wenig Details wie möglich geändert, so zum Beispiel die Bewegung der Lippen. Gerade in einer bewegungsbetonten Folge wie dieser wirkt sich das jedoch umso stärker negativ aus und einige Handlungselemente verlieren vollständig an Wirkung.

2. Staffel


Episode 17: "The Pirates of Orion"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Die Piraten von Orion"
ZDF "Verfolgung im Weltraum"
Erstausstrahlung: USA 07.09.1974
Deutschland (ZDF) 02.03.1976
Drehbuch: Howard Weinstein
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 5 - Ums nackte Überleben [Die Piraten von Orion]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 6334,1: Die Enterprise wird von einer Krankheit heimgesucht, die für Menschen ungefährlich verläuft, für Vulkanier jedoch tödlich. Als Spock erkrankt, scheint sein Schicksal besiegelt, da das einzige Heilmittel außer Reichweite zu sein scheint. Ein anderes Starfleet-Schiff erklärt sich dann jedoch bereit, das Medikament zu beschaffen und es der Enterprise zu übergeben. Bevor es zu dem Rendezvous kommen kann, überfallen orionische Piraten das Schiff und rauben das Medikament. Da für Spock die Zeit knapp wird, versucht Kirk, mit den Orionern zu verhandeln. Die trauen ihm jedoch nicht und wollen sich lieber selbst zerstören als ihr Volk in eine politisch gefährliche Position zu bringen.


Persönliches Fazit:

Die vom späteren Star Trek-Buch-Autoren Howard Weinstein geschriebene Episode bewegt sich auf einem guten durchschnittlichen Niveau (was auch großteilig auf seine Bücher zutrifft). Dass sich Spocks Physiologie zur Abwechslung nicht als Vor- sondern als Nachteil herausstellt, ist ein guter Schachzug. Die Bezüge zur "Reise nach Babel" sind unübersehbar und eine liebevolle Hommage. Gerade deshalb stellt sich aber auch die Frage, wieso die Orioner um Konsequenzen fürchten, waren sie doch bereits in dieser Episode der Realserie als Drahtzieher enttarnt worden. Es ist kaum anzunehmen, dass für die Orioner anschließend alles beim Alten blieb. Damit wird aber der Zeichentrick-Folge etwas die Grundlage entzogen. Zum ersten Mal bekommt der Zuschauer - nach Martha aus "Wen die Götter zerstören" -männliche Orioner zu sehen, die jedoch leider vergleichsweise wenige Ähnlichkeiten mit der damaligen Maske aufweisen. Vielleicht sind Klingonen ja nicht die einzige Spezies, die nicht gern über plötzlich auftretende optische Veränderungen reden…

Episode 18: "BEM"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Gefährliche Prüfung"
ZDF "Echsenjagd"
Erstausstrahlung: USA 14.09.1974
Deutschland (ZDF) 16.11.1976
Drehbuch: David Gerold
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 9 - Ein fataler Fehler" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 7403,6: Ari bn BEM, ein eigenwilliger Pandronier, ist als Beobachter an Bord der Enterprise. Als Kirk und eine Landegruppe den - vermeintlich unbewohnten - Planeten Delta Theta III erforschen, werden sie von BEM begleitet. Dabei geraten sie durch ihn, der sie unwissend einem Test unterzieht, in Gefahr und in Gefangenschaft primitiver Planetenbewohner. Hinzu kommt, dass die Bewohner von einem höheren Wesen, das als Gott über sie wacht, beschützt wird und Kirk den Planten ohne BEM nicht verlassen möchte.

Persönliches Fazit:

"BEM" als durchschnittliche Folge zu bezeichnen wäre zu viel des Lobes. Neben der üblichen Verletzung der ersten Direktive und einem übernatürlichen Wesen ist die Story recht fade, wird jedoch von einigen guten Momenten aufgelockert.


So z. B. ist der Pandronier dazu fähig, seine Körperteile voneinander zu lösen und getrennt zu bewegen. Die Idee ist so einfach wie genial und beschert einen erstklassigen Überraschungseffekt, als BEM auf diese Weise Kirk und Spock ihre Kommunikatoren stehlen kann, während alle drei im Wasser stehen. Allerdings kommt auch die Frage auf, wieso offenbar niemand auf der Enterprise von dieser Fähigkeit wusste. Es ist schließlich auch nicht überraschend, dass Vögel fliegen können. Ein anderes Highlight dieser Episode ist ein Dialog zwischen den in Käfigen eingesperrten Kirk und Spock, die darüber diskutieren, warum sie immer in diese Lage geraten. Auch Uhura besitzt einige gute Momente, die sie als kompetenten Offizier zeigen. Insgesamt reichen diese Szenen aber nicht aus, von der etwas dünnen Handlung abzulenken. Daher ist "BEM" alles in allem enttäuschend, besonders angesichts der Tatsache, dass der Autor jener Mann war, der die Tribbles erfand.

Episode 19: "The Practical Joker"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Wüste Scherze"
ZDF "Das lachende Ungeheuer"
Erstausstrahlung: USA 21.09.1974
Deutschland (ZDF) 20.04.1976
Drehbuch: Chuck Menville
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 6 - Mordsache McCoy [Der Witzbold]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 3183,3: Um Romulanern zu entkommen, flüchtet die Enterprise in eine Nebelwolke. Kurz darauf wird die Crew von Streichen geplagt, angefangen von Witzgläsern über verrückt spielende Replikatoren bis hin zu manipulierten Uniformen. Was zu Anfang noch für einige Lacher sorgt, wird gefährlich, als sich herausstellt, dass der Computer der Enterprise selbst die Ursache für die Scherze ist. Er weigert sich, Befehle auszuführen und hält schließlich Uhura, Sulu und McCoy in einem Freizeitraum gefangen, wo sie tlw. gefährlichen Umweltbedingungen ausgesetzt werden. Dann tauchen auch die Romulaner wieder auf…

Persönliches Fazit:

Hier ist er: der Beweis, dass es schon zu Kirks Zeiten Holodeck-Technologie gab. Denn der Erholungsraum, in dem Uhura, Sulu und McCoy gefangen gehalten werden, ist nichts anderes, wenn auch die Bezeichnung noch nicht verwendet wird. Wird die Sternzeit, zur der diese Folge spielt, berücksichtigt, so wären auch zur Zeit der ursprünglichen Serie Holodecks keine Besonderheiten mehr. Da davon in der offiziellen Geschichte aber keine Rede sein kann, ist es wohl leider eher ein Beweis, dass die Animated-Serie vollständig ignoriert wird.


Die Folge selbst rangiert auf einem oberen Level und hat gerade zu Anfang sehr gute Momente und spielt mit der Tatsache, dass Missgeschicke komisch sind, solange sie anderen passieren. Zum Ende sinkt die Qualität leider etwas ab, weil eine aufblasbare Enterprise im allgemeinen und die Lösung der Situation im Besonderen etwas lächerlich wirken. Da die Handlung fast vollständig auf der Enterprise selbst stattfindet und eher als bewegungsarm zu bezeichnen ist, wirken die Bilder durch die sparsame Zeichentechnik nicht so abgehackt wie sonst, was der Episode zusätzlich zu gute kommt.

Episode 20: "Albatross"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Dr. McCoy unter Anklage"
ZDF [nie gesendet]
Erstausstrahlung: USA 28.09.1974
Deutschland (ZDF) [nie gesendet]
Drehbuch: Dario Finelli
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 6 - Mordsache McCoy [Die Anklage]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 5275,6: Als eine Landegruppe nach einer erfolgreich durchgeführten Mission auf das Schiff zurückkehren will, wird McCoy verhaftet. Er wird beschuldigt, vor Jahren auf dem Nachbarplaneten eine Seuche ausgelöst und damit fast den ganzen Planeten entvölkert zu haben. Während McCoy erschreckend erkennt, dass die Anklage möglicherweise berechtigt ist, setzt Kirk alles daran, seine Unschuld zu beweisen. Auf dem entvölkerten Planeten findet er einen Überlebenden, Koltai, dem McCoy damals das Leben rettete. Er ist bereit, zu Gunsten des Arztes auszusagen. Während des Rückflugs bricht die Seuche aber auch auf der Enteprise aus…


Persönliches Fazit:

Kurz vor dem Ende der Serie präsentiert sich ST Animated mit einer echten Highlight-Folge. Obwohl sich natürlich alles in Wohlgefallen auflöst, bestehen eine Zeitlang berechtigte Zweifel an McCoys Unschuld. Die Auflösung ist in sich nicht immer ganz logisch, insgesamt aber ist die Episode gut durchdacht und spannend, die Charaktere gut getroffen. Dass McCoy das Risiko eingeht, auf das verseuchte Schiff zu beamen (um einmal mehr die Lösung zu einer Krankheit zu finden, was vor ihm jahrelang niemanden gelungen ist) ist daher typisch. Da jedoch im Verlaufe der Serie die Lebenserhaltungsgürtel intensiv zum Einsatz kamen, ist es nicht ganz einzusehen, warum McCoy hier auf deren Schutz verzichtet hat.

Episode 21: "How Much Sharper Then A Serpent's Tooth"

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Kulkulkan - Der Mächtige"
ZDF "Die versunkene Welt"
Erstausstrahlung: USA 05.10.1974
Deutschland (ZDF) 06.04.1976
Drehbuch: Russel Bates & David Wise
Regie: Bill Reed
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 6 - Mordsache McCoy [Schmerzvoller denn einer Schlange Zahn…]" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 6063,4: Der Enterprise wird von einem mächtigen Wesen, das sich als der alte irdische Gott Kulkulkan entpuppt, gefangen genommen. Kirk, Scott, McCoy und ein indianischer Offizier werden in eine Stadt versetzt, die so aussieht wie die, die auf der Erde Kulkulkans zu Ehren hätte gebaut werden sollen, aber von keiner Kultur zutreffend umgesetzt wurde. Den vieren gelingt es, die Gottheit zu rufen. Während sie sich mit ihr unterhalten, findet Spock einen Weg, die Enteprise aus dem Energiefeld zu befreien.

Persönliches Fazit:

"How Much Sharper Then A Serpent's Tooth" ist einfach nur schlecht. Ausgerechnet kurz bevor die Enterprise auf die indianische Gottheit trifft, tut ganz plötzlich ein indianischer Offizier an Sulus Stelle auf der Brücke Dienst und weiß natürlich auch vollständig über die alten Sagen und Legenden Bescheid.


Die Geschichte selbst ist nur eine Variation dessen, was der Zuschauer bereits aus der Begegnung mit Apoll heraus kennt und erinnert etwas an die späteren Begegnungen der Nachfolger-Serien mit Q. Während die Q-Folgen zumindest einen gewissen Unterhaltungswert besitzen, wird in dieser Episode das Thema "Die Menschheit ist erwachsen geworden" erschöpfend und vollständig von einer ernsten Seite behandelt. Das ist jedoch bereits vorher mehrfach - und besser - geschehen.

Episode 22: "The Counter Clock Incident"

Handlung:

Deutscher Titel: CIC-Überarbeitung "Flucht aus einem anderen Universum"
ZDF "Weltraum-Kosmetik"
Erstausstrahlung: USA 21.10.1974
Deutschland (ZDF) 16.03.1976
Drehbuch: John Culver
Regie: Hal Sutherland
Nachzulesen in: "Raumschiff Enterprise - Die neuen Abenteuer Band 7 -Im Schatten schwarzer Sterne" von Alan Dean Foster

Handlung:

Sternzeit 6770,3: Die Enterprise befördert zwei ganz besondere Passagiere, Commodore Robert April und dessen Frau. April war der erste Captain der Enterprise und ist nun auf dem Weg zu seiner offiziellen Verabschiedungsfeier, da er mit 75 Jahren das Pensionsalter erreicht hat. Seine Frau war zu ihrer Zeit Schiffsärztin der Enterprise. Unterwegs versucht Kirk, einem anderen Schiff zu helfen, das in eine Nova fliegt. Dabei wird die Enterprise jedoch selbst mitgezogen und landet in einem anderen Universum, wo alles verkehrt herum funktioniert: die Sterne sind schwarz, der Weltraum weiß, vorwärts ist rückwärts und auch die Menschen leben "verkehrt" herum: Sie werden als Greise geboren und sterben als Babys. Die Besatzung des Schiffes, das die Enterprise aus Versehen mit hierher genommen hat, hilft Kirk und der Crew, einen Weg zurück zu finden. Dabei wird die Besatzung immer jünger und vergisst dabei immer mehr an Wissen, bis schließlich nur noch der nun mehr im besten Alter befindliche April und dessen Frau erwachsen genug sind, um das Schiff heimzubringen. Wieder in der Normalität angekommen, verwenden Sie den Transporter, um allen ihr richtiges Alter zurückzugeben. April und seine Frau beschließen, auf ein zweites Leben zu verzichten, da das ihre erfüllt gewesen war.


Persönliches Fazit:

Die letzte Folge zieht noch einmal alle Register und ist trotz Hangartor-großer Logik-Löcher in der Handlung sehr gelungen. Mit Commodore April erhält die Enterprise selbst ein Stück Geschichte, er und seine Frau werden durch und durch sympathisch und glaubhaft dargestellt. Die Idee eines rückwärts funktionierenden Universums ist faszinierend, ebenso die Enterprise-Crew jünger werden zu sehen. Dass dabei das angesammelte Wissen wieder verloren geht, ist ein wenig unglaubhaft, schafft aber den Rahmen dafür, um April und seine Frau wieder zu Hochform auflaufen zu lassen. Zeichnerisch orientiert sich das Äußere des Commodores sehr an Kirk. In einer späteren Next-Generation-Folge wurde die Idee einmal aufgegriffen und Picard in ein Kind verwandelt, jedoch ohne sein Wissen zu verlieren. Die Lösung, den Transporter schlussendlich wieder zur Rückverwandlung einzusetzen, ist ein wenig zu einfach (da sich hier die Frage stellt, warum der Transporter nicht auch sonst dafür eingesetzt wird, z. B. bei Krankheiten/Verletzungen oder als Jungbrunnen), war aber aufgrund der zeitlichen Beschränkung nicht anders möglich. Das April und seine Frau auf eine zweite Jugend verzichten, wirkt etwas unglaubhaft, wird aber in eine höhere moralische Botschaft verpackt.

Schlussbemerkung:

Das war er also, der Episodenguide der Animated-Serie. Bedanken möchte ich mich bei allen, die soweit "durchgehalten" haben.

Als Fazit kann ich sagen, dass ich auch nach ausführlicher Betrachtung aller einzelnen Folgen noch immer von der eigentlichen Qualität der Serie überzeugt bin und es nach wie vor für unfair halte, sie komplett aus der offiziellen Geschichte herauszurechnen. Immerhin fange ich auch nicht an, die nachfolgenden Serien einfach zu ignorieren (nicht, dass ich es nicht versucht hätte:).

Nichts desto trotz ist die Animated-Serie nicht umsonst eingestellt worden. Während das Schiff und die bekannte technische Ausrüstung (Phaser, Trikorder, etc.) sehr gut gezeichnet wurden und auch Musik und Stimmung weitgehend das Flair der Originalserie einfangen konnten, krankt die Zeichentrick-Serie hauptsächlich an drei Kriterien:

  • Die Episoden sind mit rund 23 Minuten einfach zu kurz, um eine wirklich komplexe Geschichte erzählen zu können. Dort, wo es versucht wurde, können wichtige Elemente nur am Rande behandelt werden und verlieren so erheblich an Wirkung.
  • Die Serie konnte sich zu keinem Zeitpunkt wirklich entscheiden, ob sie nun Kinder oder Erwachsene ansprechen wollte. Daher sind viele Handlungsstränge für Kinder zu komplex und verlangen erhebliches Vorwissen der Realserie, ein erwachsener Zuschauer wird dagegen vieles von dem vermissen, was das eigentliche Flair ausgemacht hat.
  • Die Zeichnungen selber mindern die Qualität der Episoden zum Teil beträchtlich. Während wie schon erwähnt die Enterprise selbst gut gezeichnet worden ist, mangelt es bei den Charakteren schon an Details. Darüber lässt sich noch hinwegsehen. Was das Sehvergnügen jedoch erheblich beeinträchtigt, ist das Einsparen von Zwischenbildern. Statt neue Bilder zu verwenden, wurden oftmals nur bestimmte Elemente verändert, um den Eindruck von Bewegung zu erzeugen, z. B. die Lippen beim Sprechen. Alles andere, der ganze Hintergrund und die Haltung der Personen bleiben dabei unverändert. Besonders in bewegungsreichen Folgen wird das zu einem echten Manko, da damit einige Sequenzen zu einem Daumenkino degradiert wurden. Hier wurde an der falschen Stelle gespart.


Wird jedoch die Zeit berücksichtigt, zu der die Serie entstand, sollte es möglich sein, über einiges hinweg zu sehen. Ebenso wie die Classic-Serie ist Animated ein Klassiker, der aus einem entsprechenden Blickwinkel heraus bewertet werden sollte.


Zelda Scott, 2004


Quellenangabe und Anmerkungen:

Der Episodenguide basiert auf der amerikanischen Originalversion und beiden deutschen Synchronfassungen von "Star Trek - The Animated Series".

Alle Texte wurden von mir verfasst und beruhen auf eigenen Beobachtungen sowie auf Informationen, die sich im Laufe der Jahre bei mir im Gehirn eingelagert haben. Zur Verifikation habe ich Sekundärliteratur verwendet, und zwar:

  • "Das große Star Trek Buch" by Michael Peinkofer/Uwe Raum-Deinzer, Medien Publikations- und Werbegesellschaft mbH 1997
  • "Das Star Trek Universum - Band 1" by Ralph Sander, Wilhelm Heyne Verlag München 1989



Alle Informationen wurden nach dem besten Wissen und Gewissen wiedergegeben, Fehler lassen sich jedoch nicht ausschließen.